Montag, 06. September 2010
Information:
Hauptmenü
Besucherzähler
mod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_counter
mod_vvisit_counterHeute7
mod_vvisit_counterGestern58
mod_vvisit_counterDiese Woche7
mod_vvisit_counterLetzte Woche438
mod_vvisit_counterDiesen Monat329
mod_vvisit_counterLetzten Monat2118
mod_vvisit_counterGesamt17114

Online (20 minutes ago): 4
Your IP: 38.107.191.114
,
Today: Sep 06, 2010
Start Themen rund ums Wetter Trockenheit und Gewitter

Trockenheit und Gewitter

Trockenheit und Gewitter

So verschieden wie strahlend blauer Himmel und Trockenheit, sowie dunkle Gewitterwolken zunächst mal anmuten, im Sommer gehören diese beiden Wetterphänomene einfach oft zusammen. Die Prognose des engen Nebeneinanders von Gewittern und Sonnenschein ist ohnehin ein Kapitel für sich und sorgt häufig für Kopfzerbrechen bei den verantwortlichen Meteorologen. Wo scheint die Sonne auch am Abend, wo und wann bilden sich die Gewitter? Diese Frage wird oft gestellt und kann im Vorfeld oft eben nicht genau beantwortet werden.

Auch im Rückblick auf den Juli gingen sommerliche Trockenheit und starke Gewitterregen oft Hand in Hand. Die bisherige Bilanz kann dafür als schönes Beispiel herhalten. Während weite Landstriche im Norden und Osten bisher nur sehr wenig, teilweise fast gar keinen Niederschlag abbekommen haben, so ist es dennoch nicht überall sehr trocken geblieben. Etwas häufiger hatte es der Süden und Westen mit Sommerschmankerln wie Gewittern zu tun, an einigen Orten fiel aber auch dort kaum Regen.

Der trockenste Ort deutschlandweit im Juli ist bisher Neuruppin. Mit 1,6 Litern Regen pro Quadratmeter fielen im Juli bislang gerade mal 3 Prozent des Monatssolls. Weniger als 10 mm Niederschlag verbuchten aber auch noch zahlreiche andere Orte, übrigens nicht nur im Nordosten. Auch in der Mitte und im Süden lassen sich Gegenden finden, in denen es bis dato im Juli kaum regnete. In Würzburg brachte der laufende Monat nur 8 Liter Wasser auf den Quadratmeter, was auch nicht mehr als 15 Prozent des üblichen Monatswerts ausmacht.

Umgekehrt lassen sich auch im trockenen Nordosten Stationen finden, die dann doch mal einen heftigen Gewitterguss abbekamen und dann niederschlagstechnisch ganz anders dastehen. In Baruth und Müncheberg (südliches, bzw. östliches Brandenburg) schüttete es bei Gewittern ganz ordentlich, was sich in Regenmengen von 65 und 75 mm niederschlägt, immerhin sind das bis 150 Prozent des durchschnittlichen Monatsregens.

Mit 223 Litern Regen pro Quadratmeter liegt Mittelberg- Peterstal (Allgäu) an der Spitze der bundesweiten Regentabelle.

Die nächsten Tage werden dieses "Regenranking" aber noch mal tüchtig durcheinander bringen. Es stehen insbesondere am Donnerstag und Freitag wieder heftige Gewitter ins Haus, die diesmal auch im Nordosten wieder starke Regenfälle bringen können. Ob das der Landwirtschaft dort noch wirklich nützt, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall besteht Hoffnung, dass die teilweise noch sehr hohe Waldbrandgefahr sinkt. Einen über weite Strecken "schönen", will meinen und heißen Sommertag gibt es am Donnerstag vor allem noch im Osten und Südosten, bevor abends auch dort Gewitter für Abkühlung sorgen. Der Übergang von sonniger Sommerhitze zu Platzregen und Gewitter vollzieht sich manchmal ja auch nur in wenigen Minuten, was wieder ein Beispiel für das enge Nebeneinander von sonniger Trockenheit zum Gewitter ist, in diesem Fall dann zeitlich gesehen.

Dipl.-Met. Bernd Zeuschner

Deutscher Wetterdienst

Vorhersage- und Beratungszentrale

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 
Warnungen

   Waldbrandgefahr


   Grasland-Feuerindex


   © Deutscher Wetterdienst, (DWD)